Streitigkeiten zwischen Gesellschaftern
- Dr. Sabine Renken

- 12. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit
In vielen Unternehmen kommt es im Laufe der Zusammenarbeit zu Streitigkeiten unter den Gesellschaftern. Es ist wichtig ist, dass solche Konflikte das Unternehmen und/oder das Management nicht zu lange blockieren, und deshalb müssen sie schnell, effizient und nachhaltig geklärt werden.
Es gibt vielfältige Gründe für einen Gesellschafterstreit. Meistens sind es unterschiedliche Vorstellungen über die zukünftige Geschäftspolitik oder die Entwicklung der Gesellschaft, ganz konkret zum Beispiel die unterschiedliche Bewertung von Geschäftsrisiken. Manchmal ist es auch der Missbrauch der Mehrheitsmacht in der Gesellschafterversammlung oder es gibt Verstöße gegen ein Wettbewerbsverbot. Oft ist das ganz einfach das Ergebnis mangelnder Kommunikation und Fähigkeit zur Konfliktlösung – und das kann die Atmosphäre ganz schön vergiften, auch auf der Ebene der Geschäftsführung.
Wenn der Streit eskaliert, kann das Unternehmen durchaus in die Schieflage geraten, weil der Konflikt die Mitarbeiter und vielleicht auch die Kundenbeziehungen belastet. Schäden der Reputation sind dann nicht ausgeschlossen.
Hier kann Mediation genau das richtige sein: ein*e neutrale*r Mediator*in wird mit Hilfe einer Konfliktanalyse herausfinden, worum es eigentlich geht, die streitenden Parteien dazu anhalten, die gegenseitigen Interessen und Bedürfnisse anzuerkennen, und aus diesen Erkenntnissen Lösungen zu entwickeln, mit denen alle leben können. In solchen Konflikten sind Einzelgespräche manchmal angebracht, damit die Gräben nicht noch tiefer werden. Am Ende findet sich eigentlich immer ein Weg, das Unternehmen gemeinsam voranzubringen – oder, wenn es denn sein muss, eine vertrauliche Lösung hin zur Trennung, ohne einander und dem Unternehmen öffentlich zu schaden.


